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30.11.2005
Im schwierigen Umfeld steigert der Spezialist für Oberflächentechnologien Umsätze und Ergebnis Zuwächse sind nicht konjunkturbedingt Strategische Geschäftseinheit 'Kunststoff' zeigt vor allem im Ausland Profil Die SURTECO AG, Spezialist für Oberflächentechnologien und weltweit führender Zulieferer der Bau- und Möbelindustrie hat nach einem besser als erwartet verlaufenden 3. Quartal ihre Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf Mio. Euro 296,1 gesteigert und damit die Vergleichszahlen des Vorjahres um fünf Prozent übertroffen. Konsolidierungsbereinigt errechnet sich ein Rückgang um ein Prozent (nach Minus drei Prozent im ersten Halbjahr). Bei einem Umsatzanstieg um neun Prozent auf Mio. Euro 97,2 wuchs erstmals in diesem Jahr im dritten Quartal das Geschäft der SURTECO AG wieder organisch (+ drei Prozent). Diese an und für sich erfreuliche Entwicklung ist allerdings nicht auf eine konjunkturelle Belebung zurückzuführen. Vielmehr hat die von vielen Kunden noch in der ersten Jahreshälfte praktizierte Kaufzurückhaltung zu reduzierten Lagerbeständen geführt, die jetzt – vor allem im Ausland – wieder aufgefüllt wurden. Ein Effekt, der bei der SURTECO AG zu einer höheren Auslastung der Kapazitäten führte und keinen Rückschluss auf den Verlauf des letzten Quartals erlaubt. Das wesentliche Geschäft tätigt die SURTECO AG mit ihren beiden Strategischen Geschäftseinheiten 'Papier' und 'Kunststoff' derzeit im Ausland. Während der Umsatz in den Exportmärkten im dritten Quartal mit einem Plus von 18 Prozent überproportional zulegte, blieb das Inlandsgeschäft wiederum um vier Prozent hinter der Vorjahresmarke zurück. Dies entspricht auch dem hiesigen Umsatzrückgang nach neun Monaten auf Mio. Euro 108,6, wohingegen das Ausland in diesem Zeitraum ein Wachstum von 11 Prozent auf Mio. Euro 187,5 verzeichnete. Die Auslandsumsatzquote im Konzern belief sich zuletzt auf 63 Prozent. Mit einer weiterhin anhaltenden Nachfrageschwäche vor allem in Deutschland und einem zunehmend aggressiv geführten Wettbewerb hat sich die SGE Papier – hier fertigt die SURTECO AG vor allem Dekordrucke, Flächenfolien und Kantenstreifen auf Papierbasis für die Möbelindustrie und den Innenausbau – auseinander zu setzen. Eine Situation, die der in den ersten drei Quartalen um acht Prozent auf Mio. Euro 129,0 rückläufige Umsatz widerspiegelt. Ihre positive Entwicklung konnte hingegen die SGE Kunststoff fortsetzen. Die Umsätze u. a. mit Kunststoffkantenbändern und technischen Profilen lagen im dritten Quartal um 19 Prozent über dem Vorjahr; nach neun Monaten errechnet sich mit Mio. Euro 167,1 ein Plus von 18 Prozent, zu dem allerdings die im Oktober 2004 erworbene kanadische Canplast Gruppe deutlich beigetragen hat. Doch auch akquisitionsbereinigt ergibt sich für diese Geschäftseinheit eine Umsatzzunahme von sechs Prozent. An dieser Entwicklung ist nach neun Monaten das Ausland mit einem Zuwachs von 36 Prozent überproportional stark beteiligt. So konnten nicht nur die SURTECO-Unternehmen in Nordamerika ihr Umsatzvolumen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 um 69 Prozent steigern, sondern auch die Geschäfte im europäischen Ausland und in Australien um 22 respektive 23 Prozent deutlich ausgebaut werden. Wie erwartet konnte das EBITDA nach neun Monaten mit Mio. Euro 51,9 nicht an den Rekordwert des Vorjahres (Mio. Euro 54,5) anknüpfen. Auf Grund nicht mehr zu berücksichtigender Goodwill-Abschreibungen stieg das EBIT nach dem dritten Quartal auf Mio. Euro 38,7. Für den bereits im Frühjahr angekündigten Stellenabbau, der langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der SURTECO AG erhalten soll, hat der Konzern schon im zweiten Quartal Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von Mio. Euro 4,3 eingestellt, die natürlich das Vorsteuerergebnis von Mio. Euro 26,9 (i.Vj. Mio. Euro 26,2) belasten. Da der gute Verlauf des dritten Quartals nicht konjunkturell bedingt ist und sich kurzfristig die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht ändern werden, erwartet die SURTECO AG auch für das letzte Quartal keine grundlegenden Impulse für ihr Geschäft. Unverändert bleibt daher die bereits im März 2005 getroffene Umsatzprognose für dieses Geschäftsjahr in Höhe von ca. Mio. Euro 390 sowie einem Ergebnis vor Restrukturierungsaufwendungen von Mio. Euro 38,0 bzw. Mio. Euro 33,7 nach den Kosten der Restrukturierung (EBT). |