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2009 ein Jahr der Herausforderungen

30.04.2009

Umsatz 2008 minus 3 % auf Mio. € 403

Ergebnis von Sonderaufwendungen negativ geprägt

Sehr solide Finanzstruktur: Eigenkapitalquote 36,8 %

Keine Nachfrageerholung für 2009 erwartet


Aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise in der zweiten Jahreshälfte konnte die SURTECO SE, führender Hersteller von Oberflächenmaterialien auf der Basis von Kunststoffen und technischen Papieren für die internationale Bau- und Möbelindustrie, im Geschäftsjahr 2008 nicht an die Rekordzahlen des Vorjahres anknüpfen. Der Konzernumsatz lag mit Mio. € 403,0 um 3 % (währungsbereinigt 1,2 %) unterhalb des Vorjahreswertes von Mio. € 414,5. Bis zum Ende des dritten Quartals hatten die Umsatzerlöse noch auf Vorjahresniveau gelegen. Der Vorstand der SURTECO SE hat umgehend auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert und ein umfassendes Restrukturierungsprogramm verabschiedet. Hierzu zählt auch die Reduzierung der Belegschaft um rund 15 % und eine erhöhte Kosteneffizienz in allen Bereichen. Diese Maßnahmen erforderten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von Mio. € 7,3, die das operative Ergebnis (EBITDA) in Höhe von Mio. € 58,3 (Vorjahr Mio. € 74,4) belasteten. Das Vorsteuerergebnis von Mio. € 15,8 (Vorjahr: Mio. € 46,9) wurde zusätzlich durch eine Wertberichtigung in Höhe von Mio. € 11,5 auf ein von SURTECO gehaltenes Aktienpaket an der Pfleiderer AG belastet. In Anbetracht dieser Entwicklungen und vor dem Hintergrund des zu erwartenden schwierigen Umfeldes in 2009 wird der Hauptversammlung eine Dividende von € 0,35 je Aktie (Vorjahr: € 1,10) vorgeschlagen. Für das laufende Geschäftsjahr 2009 ist nicht mit einer Nachfragebelebung zu rechnen.

Akquisitionsbedingtes Wachstum im Geschäftsbereich Kunststoff, Papierbereich weiter unter Druck

Aufgrund der erstmals ganzjährigen Konsolidierung des schwedischen Folienhersteller Gislaved stieg der Umsatz der Geschäftseinheit Kunststoff um 3 % auf Mio. € 254,7. Bereinigt um diesen Effekt wäre jedoch ein Rückgang um 5 % ausgewiesen worden. Positiv machten sich in 2008 vor allem neu eingeführte Produktlinien wie Kabelkanalleisten bemerkbar. Der strategische Fokus wird in den kommenden Jahren weiter auf der Internationalisierung des Geschäfts liegen.

In der strategischen Geschäftseinheit Papier verstärkte die Konjunkturkrise die bereits seit längerem sichtbaren strukturellen Branchenprobleme zusätzlich. Entsprechend wurde 2008 mit Mio. € 148,3 um 11 % weniger Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr. Auch in diesem Segment fokussiert sich SURTECO zunehmend auf innovative Produkte, die durch ihre zeitliche und kostenseitige Flexibilität noch stärker auf die Kundenwünsche zugeschnitten sind.

Sehr solide Finanzstruktur

Trotz des rückläufigen operativen Ergebnisses ist es der SURTECO SE gelungen, den Free Cashflow mit Mio. € 17,5 annähernd stabil zu halten. Das Unternehmen hat im Berichtsjahr die erwirtschafteten Mittel auch dazu genutzt, die langfristige Finanzstruktur zu verbessern. Angesichts einer nahezu unveränderten Eigenkapitalquote von 36,8 % und einer langfristig gesicherten Finanzstruktur ist der SURTECO Konzern finanziell sehr solide aufgestellt.

Umfassende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet

Um für das schwierige Geschäftsjahr 2009 gerüstet zu sein, hat die SURTECO SE ein umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm eingeleitet. Dieses beinhaltet unter anderem die Verlagerung der Kantenproduktion innerhalb Deutschlands von Buttenwiesen nach Sassenberg sowie eine weitere Optimierung der Produktionsstätten in Nordamerika. Diese Maßnahmen sind aufgrund der weltweiten Nachfrageschwäche unvermeidbar und werden zu einem Abbau von rund 320 Arbeitsplätzen führen. Die zu erwartenden Belastungen wurden voll im Jahresabschluss 2008 berücksichtigt.

Geschäftsjahr 2009 wird schwierig, bietet aber auch Chancen

Für das Geschäftsjahr 2009 ist nicht mit einer Nachfragebelebung zu rechnen. Es ist wahrscheinlich, dass die Geschäftstätigkeit bis weit in das Jahr 2010 beeinträchtigt wird. Der SURTECO Konzern sieht in der Krise allerdings auch Chancen. Anlagenstilllegungen, Standortschließungen oder Insolvenzen bei Wettbewerbern werden die Branche der Oberflächenhersteller in den nächsten Jahren weiter konsolidieren. Der Konzern ist technologisch und wirtschaftlich gut aufgestellt und somit in der Lage, sich schnell und flexibel auf neue Marktbedingungen einzustellen. Vor diesem Hintergrund soll das langfristig profitable Wachstum nach einer „Normalisierung“ des außergewöhnlichen konjunkturellen Umfeldes fortgesetzt und die Markt- und Technologieführerschaft ausgebaut werden.





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