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Solides Ergebnis in 2009 trotz globaler Krise

29.04.2010

Bodenbildung in 2010, stärkere Wachstumsdynamik erst wieder ab 2011 erwartet

Free Cashflow um Mio. € 41,5 auf Mio. € 59,3 verbessert - Nettofinanzschulden sinken um 28%

Erhöhung der Dividende auf € 0,40 je Aktie vorgeschlagen


Dank der frühzeitigen Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen ist es der SURTECO SE, dem führenden Hersteller von Oberflächenmaterialien auf Basis von Kunststoffen und technischen Papieren für die internationale Bau- und Möbelindustrie, gelungen, auch im sehr schwierigen Geschäftsjahr 2009 ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erwirtschaften. Ausschlaggebend war, dass SURTECO bereits frühzeitig auf die sich abzeichnende Krise reagiert hat. So wurde ein Kantenbandwerk im kanadischen Montréal geschlossen und die Produktion auf drei andere Werke auf dem amerikanischen Kontinent verteilt. Darüber hinaus wurde die Melaminkantenproduktion innerhalb Deutschlands konzentriert. Die Mitarbeiterzahl im Konzern nahm auslastungsbedingt um 11 % auf 1.903 ab.

Krisenbedingter Umsatzrückgang
Konjunkturbedingt musste das Unternehmen einen 15-prozentigen Rückgang des Konzernumsatzes auf Mio. € 341,1 verkraften. Während die Auslandsumsätze um 18 % nachgaben, war auf dem deutschen Markt ein Rückgang von 11 % zu verzeichnen. Die strategische Geschäftseinheit Kunststoff schloss das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von Mio. € 210,0. Dies entspricht einem Rückgang um 18 %. Das Papiersegment erreichte Mio. € 131,1 (-12 %).

Konzerngewinn um 37% gesteigert
Die SURTECO Gruppe erzielte 2009 ein operatives Ergebnis (EBITDA) von Mio. € 54,3 (-4 %), wobei das EBITDA des Vorjahres noch durch einmalige Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von Mio. € 7,3 belastet war. Das Finanzergebnis verbesserte sich von Mio. € -21,3 auf Mio. € -16,9 - im Wesentlichen aufgrund eines geringeren Wertberichtigungsbedarfs an dem von SURTECO gehaltenen Aktienpaket der Pfleiderer AG, Neumarkt. In der Folge stieg das Vorsteuerergebnis (EBT) um 11 % auf Mio. € 17,6.
Der Konzerngewinn kletterte um 37% auf Mio. € 9,2, das Ergebnis je Aktie entsprechend von € 0,61 auf € 0,83. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der Aktionäre der Gesellschaft am 24. Juni 2010 in München vorschlagen, eine Dividende von € 0,40 (Vorjahr: € 0,35) je Aktie auszuschütten.

Bilanzqualität deutlich verbessert
Trotz des rückläufigen operativen Ergebnisses ist es der SURTECO SE gelungen, den Free Cashflow um Mio. € 41,5 auf Mio. € 59,3 zu steigern. Ausschlaggebend hierfür war vor allem der Abbau des Nettoumlaufvermögens (Working Capital) um Mio. € 18,1 sowie eine sehr zurückhaltende Investitionspolitik. Die hieraus gewonnenen Mittel wurden konsequent für den Verschuldungsabbau eingesetzt, so dass die Nettofinanzschulden im Berichtszeitraum um 28% auf Mio. € 122,8 reduziert werden konnten. Gleichzeitig stieg das Eigenkapital um 6% auf Mio. € 191,8. Bei einer leicht gesunkenen Bilanzsumme legte die Eigenkapitalquote entsprechend von 36,8% auf 39,8% zu. Als Konsequenz sank der Verschuldungsgrad (Quotient aus Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) deutlich von 95% auf 64%.

Stärkere Wachstumsdynamik erst ab 2011 erwartet
Die sich abzeichnende konjunkturelle Belebung wird sich auch für das operative Geschäft des SURTECO Konzerns positiv auswirken. Gleichwohl wird das laufende Geschäftsjahr 2010 für die SURTECO SE erneut ein Jahr großer Herausforderungen werden. Die Krise der Bau- und Möbelindustrie ist noch lange nicht überwunden. Nach wie vor verhalten sich die Konsumenten und damit in der Folge die Hersteller von Möbeln und Inneneinrichtungen sehr vorsichtig. Aus diesem Grund werden die Auftragslosgrößen im laufenden Geschäftsjahr kaum spürbar ansteigen. Die Überkapazitäten in der Branche werden den Preiswettbewerb eher noch verschärfen. Große Sorgen bereiten die Preisentwicklung und teilweise die Verfügbarkeit bei den Rohstoffen. Hier ist von spürbaren Kostensteigerungen und partieller Verknappung auszugehen.
„Wir haben uns 2009 in einem sehr schwierigen Umfeld vergleichsweise gut geschlagen. Der SURTECO Konzern ist bilanziell kerngesund. Dennoch ist es trotz der sich aufhellenden konjunkturellen Rahmenbedingungen in 2010 für Euphorie zu früh, erst ab 2011 sehen wir eine deutliche Entspannung der Situation“, so der Vorstandsvorsitzende der SURTECO SE, Friedhelm Päfgen.





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