Auf die anhaltend schlechte Konjunkturlage im Bau- und Möbelsektor sowie auf die aktuellen Verwerfungen am Finanzmarkt hat jetzt die SURTECO SE reagiert und ihre Unternehmensziele entsprechend korrigiert. Das Unternehmen, das mit Oberflächenmaterialien auf der Basis von Kunststoffen und technischen Papieren international zu den führenden Anbietern zählt, wird sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis hinter den Rekordzahlen des Vorjahres zurückbleiben. In 2007 notierte der Konzern einen Umsatz in Höhe von Mio. € 414,5 (+3 %) und das EBT lag mit Mio. € 46,6 (+1 %) bereits zum vierten Mal in Folge über den Vergleichszahlen des vorangegangenen Jahres. Noch zum Ende des ersten Halbjahres 2008 ist die SURTECO SE von einem moderaten Wachstum ausgegangen und hatte sich für dieses Jahr am hohen Ergebnisniveau von 2007 orientiert.
Auch wenn das Unternehmen – dank der im September 2007 akquirierten schwedischen Gislaved Folie AB – ihren Umsatz nach drei Quartalen im laufenden Geschäftsjahr um 1 % auf Mio. € 315,7 steigern konnte, machte die negative Marktentwicklung und die daraus resultierende geringe Kapazitätsauslastung vor allem im dritten Quartal eine Anpassung der Ziele notwendig. So lagen die Umsätze in der Strategischen Geschäftseinheit Papier mit Mio. € 116,9 um 8 % unter dem Vorjahreswert; die der Kunststoffsparte erhöhten sich nur mehr akquisitionsbedingt um 7 % auf Mio. € 198,8.
Auf die weltweit schwächelnden Märkte – die Exportquote liegt unverändert bei 66 % – sowie die Belastungen durch die Finanzmarktkrise reagierte die SURTECO SE bereits in den zurückliegenden Wochen mit einer Intensivierung aller laufenden Kostensenkungsprogramme sowie mit Anpassungsmaßnahmen im Personalbereich. Das Unternehmen, das konzernweit zum 30.September 2.220 Mitarbeiter beschäftigte, plant die Streichung von 200 Planstellen. Hierfür wurden bereits Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von Mio. € 4 gebildet, so dass das operative Ergebnis (EBITDA) im dritten Quartal 2008 auf Mio. € 10,2 (Vj: Mio. € 17,4) fiel. Mit Mio. € 49,3 unterschritt das EBITDA zum 9-Monatsabschluss den Vergleichswert des Vorjahres (Mio. € 56,6) um 13 %.
Das EBT nach neun Monaten in Höhe von Mio. € 14,4 (Vj: Mio. € 36,7) wird entscheidend durch eine Korrektur des Beteiligungsbuchwerts an dem von der SURTECO SE gehaltenen Aktienpaket der Pfleiderer AG (3,02 % des Grundkapitals) belastet. Aufgrund der negativen Entwicklung der Aktienmärkte und der ungünstigen Konjunkturprognosen hat die SURTECO SE hierfür eine Wertberichtigung in Höhe von Mio. € 11,5 vorgenommen.
Auch wenn das Unternehmen insbesondere wegen der vorgenommenen Restrukturierungsrückstellungen 2008 die guten Zahlen des Vorjahres nicht mehr erreichen wird, sieht man sich dennoch gut für die Zukunft aufgestellt. Finanziell steht die SURTECO SE ohnehin auf sehr gesunden Beinen. So weist der Konzern zum 30. September 2008 mit einer Eigenkapitalquote von 37,4 %, Nettofinanzschulden von Mio. € 168,5 und einem Verschuldungsgrad von 93 % sehr solide Kennzahlen aus. Darüber hinaus stehen der Gruppe aus einer im August 2007 durchgeführten Privatplatzierung liquide Mittel in Höhe von Mio. € 57,1 zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund soll das langfristig profitable Wachstum des Unternehmens in den kommenden Jahren fortgesetzt und seine Markt- und Technologieführerschaft weiter ausgebaut werden.